Anna, geboren 1984 in Herdecke, wuchs im Ruhrgebiet, in Saudi Arabien und Italien auf.

Den ersten Pinselstrich setzte sie mit fünf Jahren in den Sand der Arabischen Wüste. Überwältigt von der Welt der Weite, der Ahnungen und Schattierungen, begann sie intuitiv nach Ausdrucksmöglichkeiten im Atmosphärischen zu suchen. Dabei entdeckte sie das Medium der Malerei, das sie bis heute in Atem hält.

Nach dem Abitur in Rom studierte Anna Freie Kunst und Kunsttherapie an der „Kunstakademie Hamburg“. Zur Vertiefung ihrer persönlichen Sichtweisen ließ sie sich zur Mediatorin und zum Coach an der Freien Universität Berlin ausbilden.

Anna hat bereits an der „Sommerakademie dieser Art“ und im „Atelier Ines Kollar“ in Hamburg Experimentelle Malerei doziert und leitete von 2009 bis 2011 gemeinsam mit zwei ehemaligen Kommilitonen die „Jugendkunstschule Hamburg“ im Mittelweg, an der sie auch Malerei und Zeichnung unterrichtete.

Heute malt die Künstlerin in ihrem Atelier in Hamburg - ein Ort der Ruhe und Reflexion. Ihre Werke wurden bereits in Hamburg, Hannover, Lübeck, Frankfurt (Main) und Worpswede ausgestellt.

Zudem sammelte sie als Flugbegleiterin der Lufthansa an unterschiedlichsten Orten der Welt breit gefächerte Eindrücke, Stimmungen, Farb- und Lichtspiele. Die Geburt ihres Sohnes im Herbst 2017 hat nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Kunst um einige Facetten bereichert.

Mit dem Malstil „Vibrart“ verbindet Anna Malerei und Zeichnung und nähert sich Spannungspolen wie Befreiung und Erstarrung.


Polymorphe Landschaften

Hohmeiers vielfältig gestalteten Bilder sind symbolträchtige Einblicke in die Welt des Unbewussten und Traumhaften. Feine Verästelungen führen uns in die polymorphe Landschaft des Unterbewussten, suggerieren das Geheimnisvolle und Unergründliche hinter der Wahrnehmung und lassen der Fantasie freien Lauf.

Am Anfang des Malprozesses steht der Zufall: Hohmeier bearbeitet die Leinwand mit dem Wurf der Farben (Tusche, Lacke oder Acryl), die sie mit Wasser besprüht, woraus dann die Malflächen und Linien entstehen. Dabei entdeckt die Künstlerin neue Wege in ihrer „Landschaft der Ahnungen und Träume“. Die starke Ausdruckskraft ihrer Farben und Formen lässt ihre Werke zunächst dem Abstrakten Expressionismus zuordnen. Das Besondere daran ist jedoch die Verarbeitung der zufällig entstandenen Malfelder. In diesen findet die Künstlerin offen stehende Möglichkeiten, die zur weiteren Interpretation und Gestaltung des Gegebenen führen. In den feinen, grafischen Strukturen spielt die Symbolik aus dem Unterbewusstsein eine wichtige Rolle. Der neue Symbolismus, der als Psychosymbolismus die Wirkung des Unbewussten im Kunstschaffen hervorhebt, ist in Hohmeiers Werken ein wichtiges Element. Somit entsteht aus dem Abstrakten Expressionismus eine neue Interpretation psychischer Natur, die wir als Psychosymbolismus bezeichnen können.

In dem zufällig Entstandenen schafft sie mit Hilfe der Intuition neue, kreative Abläufe, die eine vibrierende Synthese zwischen Intuition und Ratio darstellen. Die Künstlerin selbst sagt, sie erfahre dadurch eine innere Befreiung und diese wiederum teilt sich dem Betrachter ihrer Bilder mit, wenn er in diese Welt voller Kraft und Leichtigkeit eintaucht und sich von ihrer Magie entführen lässt.

© Christine Matha (2018)


Ausstellungen

  • 2006
    • Krankenhaus Winsen, Winsen an der Luhe
  • 2007
    • IKK Krankenkasse, Hamburg
    • Haus 5, Hamburg
  • 2009
    • Kunstakademie Hamburg
    • Salong, Hamburg
  • 2017
    • Hanse Art, Lübeck
    • Galerie Ewa Helena, Hamburg
    • Kunstgalerie Bilderrausch, Worpswede
    • Arco Hotel Rubin, Hamburg
    • SofaLoft, Hannover
    • Lufthansa Aviation Center, Frankfurt
    • Popup Galerie Levantehaus, Hamburg
    • Media Art Präsentation der Galerie Ewa Helena, Hamburg
  • 2018
    • Fabrik der Künste, Hamburg
    • Art3000, Sylt
    • Black Gallery, Hamburg
    • Galerie Ewa Helena, Hamburg
    • Hamburger Hospiz
    • Artfactory, Graz
    • Burg Oberkapfenberg (Artwall), Kapfenberg
  • 2019
    • Bedürfnisanstalt, Hamburg
    • Enfants Artspace, Hamburg
    • MACAM Contemporary Art Museum (Biennale), Beirut
    • Hamburger Hospiz
Fotografie: Svenja Wolsky
Ich blicke auf Fragen und Ahnungen in der Landschaft meiner Farben und seziere ihre Brüche und Makel.